aktion leben: Männliche Role-Models zum Thema Verhütung!
„Über Fruchtbarkeit und Verhütung zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer", beobachtet Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. Der Verein setzt sich daher schon lange für einzelne Forderungen des Volksbegehrens ein und hofft auf einen ernsthaften, breiten Diskurs zum Thema.
Gemeinsames Ziel: ungewollte Schwangerschaften vermeiden
„Damit Menschen ihre Sexualität sicher und achtsam leben können, ist das Wissen um Fruchtbarkeit und Verhütung wesentlich", betont Martina Kronthaler. „Ebenso trägt verantwortungsvolles Anwenden von Methoden der Verhütung dazu bei, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden", war und ist aktion leben überzeugt. Der Verein hofft, dass durch das Volksbegehren „Verhütung für alle" viele Gespräche zu diesem Thema stattfinden und zielgruppengerechte Maßnahmen gesetzt werden.
Lernen, miteinander über intime Themen zu sprechen
In den aktion leben-Workshops und in den Gesprächen in der Schwangeren-Beratung zeige sich zunehmend, dass die Bereitschaft von Männern, partnerschaftlich Verantwortung für Verhütung und Familienplanung zu übernehmen, sinkt. „Die Belastung der Frauen steigt dadurch", erklärt Kronthaler. Oft scheitere Verhütung an der Kommunikation darüber. „Wir legen daher in unseren Workshops großen Wert auf die Rede-Kompetenz und den Austausch darüber, wie Beziehungen gestaltet werden sollen. Dazu gehört auch das Thema Kinderwunsch."
Kostenlose Verhütungsberatung notwendig
Der Verein unterstreicht die Forderung des Volksbegehrens nach kostenloser gynäkologischer Verhütungsberatung: „Viele Methoden der Verhütung wirken auf den Körper der Frau und müssen individuell abgewogen werden. Frauen sorgsame und kostenlose Beratung zur Verfügung zu stellen ist daher fair und gerecht und im Sinne von Gendermedizin, die die Besonderheiten des weiblichen Körpers beachtet."
Leistbare Verhütung
„Viele Paare teilen sich mittlerweile die Verhütungskosten. Dies braucht aber noch Verstärkung“, betont Kronthaler. Auch aktion leben trete dafür ein, dass Verhütung für alle leistbar sein muss und soll in Notlagen auch übernommen werden. „Wir wissen zum Beispiel aus der Schwangerenberatung, dass zunehmend mehr Männer keine Kondome anwenden möchten.“ Hier gelte es hinzusehen und sich neue Formen der Aufklärung zu überlegen. „Es ist traurig zu sehen, dass Frauen Angst haben, das Thema Verhütung mit ihrem Partner anzusprechen. Oft bleibt den Frauen nur, sich heimlich die Spirale setzen zu lassen“, berichtet Kronthaler.
Sexualpädagogik und Beratung bei aktion leben österreich:
- Workshops zum Thema Liebe, Sexualität, Fruchtbarkeit, Verhütung und Kommunikation
- kostenlose Beratung zum Thema Verhütung
- Paarberatung